Ein Haus in der Toskana

…so heißt eine Fernsehserie von 1991, die für viele Fans Kult geworden ist. Die Handlung spielt in und umMassa Marittima, in der südlichen Toscana, im Gebiet der Maremma. Nach einem Urlaub auf der Insel Elba haben wir noch einen Tag in der Toskana verbracht und den Ort „Montecastello“, wie er in der Serie hieß, gesucht. Durch die Hilfe der freundlichen Wirtin der Bar in Massa Marittima (die in der Fernsehserie auch kurz zu sehen ist) fanden wir „Montecastello“ schließlich im Maremmastädtchen Caldana, wieder. Hier einige Fotos. Die Orte werden die Fans der Serie bestimmt wiedererkennen.

Auch auf unseren Bilderseiten Massa Marittima und San Galgano werden Fans der Serie noch den einen oder anderen Schauplatz wiedererkennen.

Es gibt zu dieser Serie leider wenig Informationen im Internet. Hier wird darüber manchmal diskutiert – und hier erfährt man auch, wenn die Serie wieder im TV gezeigt wird (Letzte Ausstrahlung war im August 2005).

Mittlerweile ist die Serie komplett auf DVD erhältlich, mit allen 23 Folgen! Für mehr Infos auf die Coverabbildung klicken.

DVD Ein Haus in der Toskana

DVD Ein Haus in der Toskana

Inhalt:

Die Familie Donner stammt aus einer süddeutschen Großstadt. Vater Julius, Oberstudienrat für Latein, und Mutter Rosl, Beraterin in einem Einrichtungshaus, sowie ihre halberwachsenen Kinder Markus (18) und Bea (16) machen Urlaub an der Küste der Maremma. Ihnen hat es ein im Landesinneren gelegener halbverfallener Bauernhof angetan, den sie gerne kaufen und als Ferienhaus ausbauen würden. Ein früherer Schüler von Julius, jetzt erfolgreicher Makler, kommt ihnen dabei in die Quere. Glücklicherweise hat sich aber der Automechaniker Neveo aus dem kleinen toskanischen Dorf, zu dessen Gemarkung das abseits gelegene Anwesen gehört, in das „ach so blonde Haar“ von Bea verguckt. Und Neveo deichselt es dann mit Hilfe seiner Großmutter Ophelia, die als Nachbarin ein Vorkaufsrecht hat, dass Donners den Zuschlag auf ihr „Schloss“ bekommen. (Text: ARD)

Darsteller: Stefan Wigger (Julius Donner), Renate Schroeter (Rosi Donner), Muriel Baumeister-Noel (Bea Donner), Oliver Clemens (Markus Donner), Claudio Insegno (Neveo), Maria Salfa (Ophelia), Oliver Lentz (Rolf Seufert), Wookie Mayer (Frau Seufert), Hanno Pöschl (Hermann), Muriel Baumeister (Bea), Anna Lutz Pastré (Maria Zurgassen), Ernst Theo Richter (Maurizio Zurgassen), Andreas Schreyer (Benne Zurgassen), Gerd Lohmeyer (Alarm-Sigi) u.a.

Regie: Gabi Kubach

Episodenführer:

 

01. Der Kauf

Die Familie Donner, Vater Julius, Oberstudienrat für Latein, in einer süddeutschen Großstadt, Mutter Rosl, Beraterin in einem Einrichtungshaus und ihre halberwachsenen Kinder Markus (18) und Bea (16) machen Urlaub an der Küste der Maremma. Ihnen hat es ein halbverfallener Bauernhof, einige Kilometer im Landesinnern gelegen, angetan, den sie gerne kaufen und als Ferienhaus ausbauen würden. Ein früherer Schüler von Julius, jetzt erfolgreicher Makler und von der angeberischen Sorte, kommt ihnen dabei in die Quere. Glücklicherweise hat sich aber der Automechaniker Neveo aus dem kleinen toskanischen Dorf, zu dessen Gemarkung das abseits gelegene Anwesen gehört, in das „ach so blonde Haar“ von Bea verguckt, wie Markus anmerkt. Und Neveo deichselt es dann mit Hilfe seiner Großmutter Ophelia, die als Nachbarin ein Vorkaufsrecht hat, dass Donners den Zuschlag auf ihr „Schloss“ bekommen.


02. Dachschaden

Rosl erfährt von Kunden in ihrem Einrichtungshaus, dass es ratsam wäre, Besitzungen in der Toskana, gerade wenn es sich um Ausbauobjekte, wie ihren halbverfallenen Bauernhof handelt, nicht zu lange unbeaufsichtigt vor sich hingammeln zu lassen, falls man Dachziegel und anderes Verwertbare wieder vorfinden möchte. Sie hat noch etwas Urlaub: also nichts wie in die Toskana, wenn es auch schon sehr herbstlich ist, um Bewachung und Baubeginn für das nächste Jahr zu organisieren. Der Rest der Familie kann nicht mitkommen: die liebe Schule! Großes Erstaunen bei der Ankunft. Die pessimistische Warnung war zu Recht ergangen. Ein großer Teil der Dachziegel ist bereits verschwunden. Dafür macht Rosl der österreichische Aussteiger Hermann schöne Augen und bietet sich als Baumeister und Organisator an. Rosls offensichtlich von Hermann beeindruckter Telefonbericht nach Hause lässt nun Julius und die Kinder hellhörig werden, und sie fahren in den Herbstferien auch mal schnell „runter“. Es stellt sich heraus, dass Hermann nicht nur etwas zu sehr an Rosl interessiert ist, sondern ihr neben seinen Diensten auch noch die eigenen Dachziegel verkaufen will, die er von Donners Haus vorher entwendet hatte. „Bauleiter“ Hermann wird daraufhin zunächst einmal nicht für Donners tätig.


03. Sonnenuntergänge

Es naht der Sommer, Donners werkeln nach der Pleite mit Hermann nun selbst mit zwei italienischen Maurern an ihrem unfertigen „Schloss“ und „wohnen“ derweil überwiegend auf der Veranda. Zwischen Neveo, dem Deutsch sprechenden toskanischen Automechaniker, für Donners die Brücke zur überweigend freundlichen Dorfbevölkerung, und ihrer Tochter Bea hat sich ein scheues Liebesverhältnis entwickelt. Wenn da nicht Neveos bisherige Freundin, die Bäckerstochter Rosanna, wäre, die vor Eifersucht rast. Folgerichtig verkauft sie an Rosl kein Brot mehr. Und als Rolsl einfach Geld hinlegt und sich zwei Brote nimmt, ist der Eklat da: Carabiniere Fausto, Rosannas Bruder „schreitet“ ein! Faustost Chef, der Brigadiere, macht Rosl schließlich geduldig klar, welche „Schande“ Neveos Freundinnenwechsel für die konservativen Bäckersleute bedeutet. Nur gut, dass auch Rosanna durchaus ab und zu einen anderen Flirt gehabt hat, wie Markus über seinen deutschen Schulfreund Benne Zurgassen, der mit seinen Eltern in der Nähe wohnt, erfährt. Julius und Rosl aber müssen um des lieben Friedens willen ihre Tochter mit dem älteren Bruder erst einmal auf einen längeren Trip nach Korsika schicken. Um sie aus dem Verkehr zu ziehen, wie Rosl sagt.


04. Die Quelle

Große Ferien. Donners, in ihrem voll gepackten alten Volvo, fahren wieder gen Süden. Der Grenzübergang Autobahn, wie wir sonnenhungrige Mitteleuropäer es mittlerweile nicht mehr anders kennen, ist natürlich hoffnungslos verstopft. Zeit also, um dort eine etwas streitbare Leidensgenossin – eine überzeugte „Grüne“ offenbar – kennen zu lernen, der Donners beim Einfangen ihrer aus dem Wagen entlaufenen Katze „Mutzlmausl“ behilflich sind. Julius‘ ironische Bemerkungen über diese Dame gewinnen jedoch plötzlich ein ganz neues Gewicht, als Julius sie Tage später auf seinem Grundstück im Evakostüm in der Quelle baden sieht. Die üppige Dame heißt Daphne, ist Deutsche und besitzt angrenzend an Donners Anwesen ebenfalls ein kleines Häuschen. Donners Quelle reklamiert sie selbstverständlich als Gemeineigentum. Höchste Zeit also für Donners eine Lösung dafür zu finden, wie Wasser ins Haus kommt. Hermann, der Lebenskünstler aus Österreich, dem Rosl in der Dorfbar wiederbegegnet, weiß Rat. Er ist Rutengänger und ortet unter Rosls bewundernden und Julius‘ skeptischen Blicken unweit des Hauses eine Wasserader. Die Brunnenbohrmaschine – Zahlung nur bei Erfolg – organisierte er auch. Es findet sich tatsächlich in geringer Tiefe eine weitere Quelle. Nur das Erfolgshonorar für Hermanns Truppe fällt natürlich etwas höher aus, als wenn Donners auf eigenes Risiko bohren lassen.


05. Lache Bajazzo

Markus hat sich in die schöne Maria Zurgassen, die Mutter seines Schulfreundes Benne, etwas verguckt und hängt ständig bei Zurgassens herum. Alle außer Bea meinen, es sei wegen des Kindermädchens Theresa, für die sich Markus zu ihrem Kummer nun wirklich herzlich wenig interessiert. Bennes Vater, der berühmte Tenor Maurizio Zurgassen, studiert mit seinem Ko-Repetitor gerade die Titelrolle im Eifersuchtsdrama „Bajazzo“ ein und ist wegen dauernder Störungen durch Fluglärm sichtlich nervös. Markus bietet ihm an, doch im ruhiger gelegenen Donnerschen Haus seine Partie zu Ende zu studieren. Zurgassen nimmt an und Julius als Opernfan ist begeistert, dem Berühmten bei der Arbeit zuhören zu können. Aber der Ko-Repetitor Bellini, der ahnungslose Unglücksrabe, kommt auf die Idee, die darstellerische Phantasie des Sängers für die Rolle des eifersüchtigen Bajazzo durch ein Beispiel anzuregen: „Stellen Sie sich vor, der junge Markus ist der Liebhaber Ihrer Frau!“ Der Tenor rast vor Eifersucht, aber nicht nur in seiner Rolle. Das Probengastspiel im Hause Donner ist beendet. Maria Zurgassen hat Mühe, ihrem Mann zu erklären, dass wirklich nichts dran ist an seinen Befürchtungen und begleitet ihren Mann auf seiner nächsten Reise. Markus und das Kindermädchen Theresa sind unglücklich, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Nur Julius bewundert immer noch die Leidenschaftlichkeit, die der große Operndarsteller in seiner Rolle entwickelt hat. Wie er meint.


06. Der Schatz der Etrusker

Die Maurer und die Fertigstellung der Wasserleitung bei Donners Landhaus lassen weiter auf sich warten. Als Amateurbaumeister allerdings ist Oberstudienrat Donner schlicht eine ‚Flasche‘, wie sein Sohn Markus nicht ganz unberechtigt anmerkt. Dafür gelingt es aber Neveo, mit einem einfachen Trick die Situation zu wenden. Ein paar etruskische Münzen, die Rosl als Geburtstagsgeschenk für Julius gekauft hat, deklariert er in der Dorf-Bar als ‚auf Donners Grundstück gefunden‘. Der Erfolg stellt sich prompt ein. Maurer Leonardo und Michele, Baggerführer Ettore und – natürlich – Hermann erscheinen zum Graben der Wasserleitung in der Hoffnung, auf wertvolle Altertümer zu stoßen. Als sich dabei tatsächlich eine Art Gruft findet, kommt die ganze Truppe nachts nochmals heimlich zurück, um unbemerkt nach einem eventuellen Schatz zu forschen. Auch Rosl wacht von den Geräuschen auf und sieht ‚mal nach dem Rechten. Dabei wird sie aber dummerweise von Julius neben Hermann in der Baugrube entdeckt. Der eifersüchtige Julius stürzt sich auf den vermeintlichen Rivalen, und beide landen nach der Prügelei in der Carabinieri-Wachstube des Brigadiere. Nach Aufklärung der ‚Grabschändung‘ hat Julius überhaupt keine Freude mehr an Rosls Geburtstagsgeschenk, und Rosl wirft die Münzen wütend aus dem Autofenster auf die Straße. Das löst an dieser Stelle sofort einen weiteren Ansturm dörflicher Hobbyarchäologen aus.


07. Die letzte Rose

Julius kauft im kleinen Städtchen Maschendraht, um sein Rosenbeet vor den frei laufenden Ziegen der Gegend zu schützen. Dabei trifft er Vera, die kunsthandwerklich arbeitende Zahntechnikerin, der er schon einmal begegnet war, als ihr Liebhaber sie verließ. Jetzt hat auch noch ihr Ehemann sie verlassen und Julius, einem Flirt mit dieser sympathischen Dame nicht abgeneigt, begleitet sie galant zu ihrem Haus. Dort, nächstes Unglück, hat Veras Mann Axel die halbe Wohnung ausgeräumt. Auch eine Kommode, in der Vera ihr Geld versteckt hatte, ist mitgegangen. Das Ganze hat Axel an Hermann verkauft, und dort wiederum sieht Rosl einige brauchbare Stücke. Zu Hause wird Julius erstmals aufmerksam, als Rosl auch von einer Kommode berichtet, und stimmt daraufhin dem Kauf eines Schrankes bei dem ungeliebten Hermann zu – unter der Bedingung, dass Rosl auch mit dem Kauf der hässlichen kleinen Kommode einverstanden ist. Und richtig: Unter der untersten Schublade findet Julius dann das Geheimfach mit Veras Wertgegenständen. Neben Geld auch Edelsteine für Veras Goldschmiedearbeiten. Stolz bringt er ihr seinen Fund. Vera ist aber inzwischen auf der Suche nach ihrer Kommode mit Hermann bei Rosl gelandet und erzählt ihr, nicht ahnend, dass Rosl die Frau von Julius ist, von ihrem Flirt mit ihm…


08. Der wilde Mann

Donners warten auf ihre Tochter Bea, weil wieder einmal die Abreise naht. Daphne turnt mit Edda und Klärchen, zwei Urlauberinnen, die sie, gegen Barzahlung versteht sich, bei sich trotz defekten Daches aufgenommen hat. Da vermeint Klärchen plötzlich ein bärtiges Männergesicht im Gebüsch gesehen zu haben, aber es taucht nicht mehr auf. Bea und Neveo, das Liebespaar, turteln noch immer im Wald. Verliebt, wie die beiden sind, möchte Neveo mit Bea schlafen, und obwohl sie lieber noch warten möchte, passiert es eben. Außerdem hat Neveo eine Überraschung für Bea: eine Vogelfalle; und tatsächlich verfängt sich ein niedlicher gefiederter Kerl darin. Bea ist entsetzt über diese unnötige Brutalität und rennt weg, will allein sein. Es donnert. Ein subtropisches Gewitter bricht urplötzlich los. Bea verirrt sich, wird schließlich von dem stummen ‚Il Muto‘, einem Sonderling, der in einer verlassenen Mine haust, gefunden. Als sie weglaufen will, verstaucht sie sich den Fuß und lässt sich zitternd von ‚Il Muto‘ in dessen Refugium tragen. Bei Donners herrscht inzwischen hellste Aufregung über die verschwundene Tochter. Auch Daphne hat mit ihren Gästen im Donnerschen Haus Schutz vor den Wassermassen und ihrem kaputten Dach gesucht.


09. Halali

Zusammen mit dem Tausendsassa Hermann vermietet Daphne Zimmer an private Urlauber und betreut auch ein Rahmenprogramm für ihre meist ‚grün‘ orientierten Gäste. Dumm nur, dass beide nicht nur ihre eigenen Häuser, sondern auch die der Freunde und Bekannten ohne deren Wissen belegt haben. So auch das Haus der Donners. In diese Situation platzt Julius – auf seinem kurzen Herbsturlaub ohne Familie – hinein . Für ihn ist nur noch die Couch frei, und schlimmer, die Gäste lassen sich trotz Daphnes Flehen nicht aus ihrem – bezahlten – Domizil vertreiben. Auf Rosls Entrüstung und Vorhaltungen hin greift Julius zur Notbremse. Die anthroposophische Weltanschauung seiner ‚Gäste‘, es sind wieder Daphnes Edda und Klärchen sowie ein pingeliger und motziger Herr Molzer, hilft Julius dabei sehr. Die Herrschaften leben nämlich streng vegetarisch und hassen das zahlreiche italienische Jägervolk von Herzen. Als Julius deshalb mit Neveo, Flinte und Jagdausrüstung, sowie zwei blutigen Hasenkadavern – beim Fleischer gekauft – auftaucht, ist der Spuk vorbei. Daphnes Gäste reisen ab. Ruhe findet der arme Julius dennoch nicht. Zur Maskerade gehörte nämlich auch eine demonstrativ verkündete Einladung an eine italienische Jagdgruppe. Und die erscheint wirklich. Siegreich aber völlig erschöpft landet Julius schließlich wieder bei Rosl zu Hause in Deutschland. ‚Mein Held‘, sagt sie bevor er entschlummert.


10. Frohes Fest

Es geht auf Weihnachten und damit wieder auf Toskana-Ferien zu. Aber Bea ist noch immer mit Neveo über Kreuz und will deshalb nicht mit. Markus hat sich mit seiner neuen Flamme zum Skiurlaub verabredet; und Rosl, plötzlich allein mit Julius, ist unvorsichtig genug, im Gespräch denkbare andere Urlaubsziele zu erwähnen. Rumms, geht in der trägen Nach-Weihnachtsstimmung ein Midlife-Krisenkrach beim Ehepaar Donner los. Ergebnis: Julius fährt allein in „seine Toskana“. Allerdings dieses Mal, um das schöne, mühsam ersparte Haus, der undankbaren Familie zum Trotz, zu verkaufen: Wenn, ja wenn nicht Daphne wäre. Die hat, auch ziemlich allein, inzwischen Neveo überredet, den ersten Schritt bei Bea zu tun. Und so steht dieser, gerade als Markus, von seiner Schickimicki-Flamme und ihrer Clique aus dem Ski-Urlaub vergrault, heimkehrt, vor der Donnerschen Tür in Deutschland. Freude und Versöhnung bei Bea. Aber Neveo bringt die Nachricht mit, dass Julius offensichtlich mit dem Verkaufernst macht. Ein Käufer ist schon gefunden. In Windeseile brechen alle, plötzlich gar nicht mehr toskana-müde, auf, um das Schlimmste zu verhindern. Und das gelingt auch wirklich – allerdings durch Hermann. Der hat nämlich knapp vor dem Notariatstermin Julius kurzerhand unter Alkohol gesetzt. Zu Silvester feiern alle, Rosl und Julius, das Liebespaar, Markus, Hermann, Daphne und die alte Orphelia, Neveos Großmutter, die glückliche ‚Heimkehr‘ in ‚ihrem‘ Haus.


11. Der Runenmagier

Auch in diesem Sommer fahren die Donners wieder von Freising in ihr Haus in der Toskana. Rosl, Julius und Tochter Bea steigen aus. Sie haben ungewöhnlich viel Gepäck mitgebracht: Oberstudienrat Julius Donner wird ein Jahr in der Toskana verbringen. Er hat sich als Lehrer beurlauben lassen, um eine in den Schulen vielbenutzte lateinische Grammatik zu überarbeiten. Außerdem hat er vor, die „Ars Amandi“ des Ovid neu ins Deutsche zu übersetzen. Aber leider kriselt es auch heftig in der Ehe zwischen Rosl und Julius. Eine vorübergehende räumliche Trennung macht die Beziehung zwischen ihnen vielleicht wieder etwas lebendiger, denkt Julius. Rosl wird dann ganztags für ein Einrichtungshaus in München arbeiten. Bea ist bedauerlicherweise in der Schule noch zum Schluss hängen geblieben. Bis zu ihrem Abitur wird also noch Zeit vergehen. Sohn Markus ist unterdessen mit seiner neuen Freundin Liz in einem alten R 4 unterwegs in die Toskana. Bei einer Rast an einer Tankstelle mit zwielichtiger Bar begegnet Liz Gernot, dem Runenmagier, der offensichtlich eine Vorliebe für leichte Mädchen hat und Liz gleich mit dazu zählt. Am Abend lernen auch Rosl und Julius Gernot kennen, allerdings von einer ganz anderen Seite: Er hat sich bei Donners Nachbarin, der üppigen Daphne, eingemietet und leitet dort eine Meditationsgruppe, in der durch Bewegungsübungen kosmische und irdische Kräfte beschwört werden sollen. Markus und Liz erreichen nachmittags das Meer, und Liz will zuallererst mit Markus ins Wasser und mit ihm am Strand schmusen, so dass sie viel zu spät zum Abendessen kommen. Rosl ist sauer und eifersüchtig auf Liz. Am nächsten Tag taucht Liz‘ Bruder David nebst Frau, zwei Kindern und Schwiegermutter im Wohnmobil auf. Rosl ist über diesen unangemeldeten Besuch empört, aber Markus gesteht ihr, Liz habe mit ihrer Abreise gerechnet und deshalb ihre Familie hierher eingeladen.


12. Alarm-Sigi

Im Dorf Montecastello hat sich inzwischen ein ganz anderer deutscher Typ angesiedelt: Alarm-Sigi. Auch eine etwas verkrachte Existenz, der die Angst von deutschen Ferienhausbesitzern vor Einbrüchen für sich zu nutzen versucht. Doch die Aufträge bleiben unverständlicherweise aus. Allerdings könnte dies daran liegen, dass der Alarm-Rambo nur etwa 160 furchteinflößende Zentimenter misst. An diesem Morgen unterhält sich Bea mit Neveo darüber, dass sie vor hat, die Schule aufzugeben. Sie will in der Toscana bleiben und zukünftig fest als Bedienung in der Trattoria arbeiten. Unterdessen herrscht im Hause Donner dicke Luft. Als Julius sich in seinem Arbeitszimmer für seine Übersetzungsarbeit einrichten will versucht Rosl, ihn stattdessen anzuspornen, endlich ein Telefon zu beantragen. Julius verspricht ihr, sich ums Telefon zu kümmern, aber Rosl fährt beleidigt ins Dorf. Rosl ist noch nicht besänftigt und hat es voller Zorn so eilig, dass sie wenige Kilometer hinter der Tankstelle von der Straße abkommt und der Wagen sich überschlägt. Julius, der sich wegen des Streits in einer Bar an der Straße niedergelassen hat, folgt voller Vorahnung den Polizei- und Krankenwagen. Er findet sie an der Unfallstelle fast unverletzt, aber unter Schock.


13. Zefir

Die Sommerferien sind zu Ende – Rosl rüstet zur Rückreise nach Deutschland. Bea wird nun bei ihrem Vater in Italien bleiben und in der Trattoria in Massa Marittima jobben. Rosl und Julius trinken einen Abschiedscappuchino, als Vera, der harmlose Urlaubsflirt von Julius, wieder in Montecastello auftaucht. Rosl fühlt sich bei ihrer Abfahrt in ihrer Eifersucht bestätigt. Vera und Alarm-Sigi sind sich inzwischen in der Trattoria über Strategie und Taktik des Verkaufs von Veras Haus einig geworden. Da betritt eine weitere merkwürdige Figur die Szene. Es ist Zefir, ein vielleicht 55 Jahre alter Künstler, der seine besten Zeiten schon hinter sich hat und sich auf Kosten der gealterten Contessa Caetana Bibboni ein bequemes Leben in der Toscana macht. Vera, die er beobachtet, gefällt dem alten Schürzenjägeroffensichtlich sehr. Es gibt jedoch noch einen stillen Beobachter in der Trattoria an diesem Morgen: Der junge Conte Tiziano Bibboni, sieht Bea wohlgefällig bei der Arbeit zu, was dieser nicht entgeht. Schließlich findet ein lange geplantes Dorffest statt. Italiener und Touristen verfolgen die Darbietungen auf dem Podium: es gibt unter anderem ein Kinderballet und eine Gesangsnummer von Daphne und Julius, die nicht nur von Vera, Sigi, Neveo und Bea verfolgt wird, sondern auch von Tiziano, der mit seinem Vater, Andrea Conte de Bibboni, amüsiert dem Duett zuhört und die Gelegenheit nutzt, darüber mit Bea ins Gespräch zu kommen. Als sich herausstellt, dass einer der Künstler auf dem Podium Beas Vater ist, lädt Andrea Julius und alle dessen Freunde auf Gut Monteboli ein. Auf der Heimfahrt ist Neveo verärgert, weil er spürt, dass er der Arroganz, mit der sich Tiziano die Sympathie von Bea erobert hat, als einfacher Mecanico nichts entgegensetzen kann.


14. Eine geschäftliche Beziehung

Das Leben der Familie Donner verläuft nun also auf zwei Bahnen: In Italien arbeitet Julius an Übersetzung und Grammatik und Bea in der Trattoria del Duomo. In Deutschland widmet sich Markus in erster Linie seiner Freundin, während Rosl anfängt, sich ins Berufsleben zu stürzen. Dabei lernt sie den Bauunternehmer Knoll kennen, als sie dessen Büro einrichten soll. Es stellt sich heraus, dass Knoll für seine Tochter Daniella ein Haus in der Toscana sucht, und Rosl bietet ihm ihre Vermittlungsdienste an. In ihrer Eifersucht denkt sie dabei an Veras Haus. Als Rosl und Knoll mit Knolls Assistenten Kallschütz in Massa Marittima eintreffen, lassen sie sich bei Vera melden. Knoll gefällt das Haus gut und er lädt die ganze Gesellschaft, um Bea erweitert, zum Essen ein. Hier entgeht der Tochter nicht, wie viel Sympathie Knoll für ihre Mutter zeigt, während Julius immer mehr befürchtet, dieser Mann werde die unberührte Gegend im Handumdrehen in eine mit Hotels bepflasterte Ferienmaschine verwandeln. Als Knoll sich zum Kauf des Hauses entschließt, wird Rosl von ihm beauftragt, die Innenausstattung zu übernehmen. Am Abend macht Julius dann Rosl große Vorwürfe, weil sie diesen Baulöwen angeschleppt habe. Rosl und Knoll reisen zurück nach München, wo sie sich auch auf privater Ebene näher kommen. Julius bleibt – ziemlich unglücklich – in der Toskana zurück.


15. Weinlese

Weinlese in der Toscana – Zeit der Feste, Zeit auch für besonders intensive erotische Verwicklungen. Bea, die an der Ausländeruniversität in Siena italienisch studiert, verliebt sich bis über die Ohren in den gut aussehenden, lässig eleganten jungen Conte Tiziano, bei dem sie auch schon die Nacht verbracht hat. Aus Deutschland kommt ihr Bruder Markus mit seiner neuesten Freundin Babs, die, wie die letzte, eine lose Zunge hat. Markus, den Julius nach dem Treiben seiner Mutter ausfragt, verplappert sich, doch auch ohne dessen Lapsus begreift Julius, dass seine Ehe am seidenen Faden hängt, oder wie er es drastischer ausdrückt, im Eimer ist. Auf Salvatores „Gütchen“ hat die Weinlese begonnen. Salvatores Töchter sind dabei, Hilfskräfte aus dem Dorf und in großer Aufmachung mit Strohhut und weit ausgeschnittener Bluse die üppige Daphne. Neveo hilft mit, wohl Beas wegen. Tiziano gibt gleichfalls ein Gastspiel, lässt sich frisch gepressten Traubensaft reichen und fährt später Julius, der sich übernommen hat und arge Rückenschmerzen erleidet, mit dem Trecker ins Dorf. Während des ganzen Arbeitstages lässt der für Daphne entflammte Witwer Salvatore keine Gelegenheit aus, sich in ihrer Nähe aufzuhalten und sie zu hofieren. Neveo stellt Bea lautstark zur Rede, als er sie in Gesellschaft Tizianos trifft, und versteigt sich blindwütig zu dem Schimpfwort „Putana“. Rauferei zwischen Neveo und Tiziano. Der Abend bricht ein. Mit einem Blumenbukett trabt Salvatore zu Daphnes Häuschen, aus dem männliches Stöhnen dringt. Tief bestürzt lugt er durchs Fenster. Doch kein Grund zu Unmut, die Alleskönnerin Daphne massiert bloß des kranken Julius‘ Fußsohlen.


16. Puschl

Rosl hat eine Beziehung zu Knoll angeknüpft, den sie neuerdings ‚Puschl‘ nennt. In seiner Wohnung in München zeigt Knoll Rosl eines Morgens den Plan vom Haus Giorgios, dem Wirt aus Montecastello. Knoll plant, das Haus zu erwerben und dort Ferienwohnungen einzurichten. Rosl soll sich mit Giorgio einmal das Haus anschauen. Hermann, Rosls früherer Verehrer in Montecastello, hat beschlossen, seine Zelte abzubrechen und zu seiner amerikanischen Freundin Tracy in die Staaten zu ziehen. Rosl ist im exklusiven Firmenwagen von Knoll inzwischen in der Toscana angekommen und besucht ihre Tochter und deren neuen Freund in Siena. Dann sieht sie nach Julius, der einen traurigen Eindruck macht. Schließlich trifft sie sich mit Giorgio, dem sie rät, mit niemandem über Knolls Kaufabsichten zu reden. In Giorgios Bar in Montecastello sind inzwischen hitzige Diskussionen entbrannt und alle bis auf Alarm-Sigi und Giorgio selbst sind empört darüber, dass ein ausländischer Bauunternehmer mit viel Geld einem Einheimischen das Vorverkaufsrecht streitig macht. Mitten hinein platzt der ahnungslose Julius, den Daphne sofort beschwört, gegen den Verkauf an Knoll seinen Einfluss auf Rosl geltend zu machen. Rot vor Zorn darüber, dass seine Frau ihm nicht einmal mehr erzählt, was für Aktivitäten sie für diesen Immobilienhai unternimmt, und er sich deshalb vor dem ganzen Dorf blamiert, stellt er Rosl später zur Rede und es entflammt im Hause Donner am Abend wieder wütender Streit.


17. Freddie und Frieda

Der toskanische Winter steht vor der Tür. Viele Häuser stehen in dieser Zeit leer. In einem Wohnbus kommt ein seltsames Paar in die Gegend und sondiert das Terrain: Freddie und Frieda. Dieses Gaunerpärchen versteht es meisterhaft, das Vertrauen anderer Leute für sich zu gewinnen, um ohne allzu großen Aufwand auf deren Kosten über die Runden zu kommen. Hermann hatte vor seiner Abreise dem gutmütigen Julius die Pflege seiner Gänse und Enten aufgeschwatzt und ihn dazu überredet, ab und zu nach seinem Haus zu sehen. So wird Freddie an ihn verwiesen, als er sich im Dorf als Schulfreund Hermanns ausgibt, und Julius übergibt ihm erleichtert die Hausschlüssel und die Tiere, mit denen er überhaupt nicht zurechtgekommen ist. Alarm-Sigi wird nicht müde, die Vorzüge seines Bewachungsdienstes anzupreisen. Freddie hat schnell begriffen, dass es nicht schwer sein kann, über den einfältigen Sigi zu erfahren, wo in dieser Gegend etwas zu holen ist und lädt Sigi „zu sich“ in Hermanns Haus ein. Kurz darauf kehrt überraschend Hermann zurück, der sich mit seiner Texanerin überworfen hat. Er erwischt die beiden in seinem Haus sozusagen in flagranti. Zwar will er die ungebetenen Untermieter nicht anzeigen, weil er die Polizei eh‘ nicht leiden kann, aber er wirft sie auf der Stelle hinaus. Sie packen gerade, als Sigi eintrifft, der Hermann dazu überredet, die beiden noch eine kurze Weile zu dulden. Am nächsten Tag wird klar: Freddie und Frieda haben Sigis Naivität dazu benutzt, in Knolls Haus einzubrechen.


18. Mitgefangen – Mitgehangen

Bei seinen Ermittlungen wegen des Einbruchs in der Villa Knoll hat der Maresciallo aus Montecastello durchaus Anlass zu der Frage, warum Hermann die zwei Personen, die sich den Aufenthalt in seinem Haus erschwindelt haben, weder angezeigt noch hinausgeworfen hat. Da eine Bankauskunft ergeben hat, dass Hermann überdies völlig mittellos ist, wird er der Komplizenschaft verdächtigt und gebeten, sich bis auf weiteres zur Verfügung zu halten. In München bittet Knoll, Rosl und Assistent Kallschütz das Protokoll der gestohlenen Gegenstände aufzunehmen und den Bewachungsauftrag mit Sigi zu kündigen. Bei dieser Gelegenheit können sie sich auch um das Projekt der neuen Ferienwohnungen in Giorgios Haus kümmern. Rosl nutzt diese Gelegenheit, ihre Tochter zu sehen. Dabei stellt sich heraus, dass Bea mit ihrem neuen aristokratischen Freund nicht immer glücklich ist. Eine zufällige Begegnung zwischen Rosl und Julius in Montecastello fällt ziemlich trostlos aus. Er verzeiht seiner Frau nicht, dass sie in der Toskana als verlängerter Arm des rücksichtslosen Geschäftsmannes Knoll fungiert. Hermann stößt inzwischen in seinem Schafstall auf Diebesgut aus Knolls Haus, das hier offensichtlich von dem Pärchen Freddie und Frieda zwischengelagert worden war.


19. Feiertage

Weihnachten. Daphne, Hermann und Sigi, die drei Lebenskünstler, besuchen Julius Donner, der nach einem Zusammenbruch in Massa im Krankenhaus liegt. Sie geben sich alle Mühe, im Ospedale deutsche Feststimmung aufkommen zu lassen, packen, schon reichlich beschwipst, eine ganze Flaschenbatterie aus, nebst einem riesigen, in Silberfolie verpackten Puter. Markus fährt ohne eigene Schuld die etwa 30-jährige Nora an, die sich gerade von ihrem Freund, dem häufig betrunkenen Möbelrestaurator Tom, getrennt hat. Sie erleidet nur Hautabschürfungen, während Tom wenig später im Suff schwer stürzt und mit gebrochenem Bein ins Ospedale eingeliefert wird, wo man natürlich den Deutschen zu Julius ins Zimmer legt. Bei Knoll, im neuen Haus in Massa, schimmern währenddessen die Weihnachtskerzen, die Köchin legt Karpfen vor, Herrn Knoll verzehrt das Festmahl mit gutem Appetit, Rosl wirkt bedrückt. Knoll-Tochter Daniela, ebenso verwöhnt wie unternehmungslustig, will beim winterlichen Surfen in der Bucht von Piombino ihren neuen Neoprenanzug ausprobieren und Bea kündigt an, dass ihr eleganter Freund, der junge Conte Tiziano, sich Daniela anschließen wird. Die sieggewohnte Daniela hat es auf eine weitere Eroberung abgesehen. Es fällt ihr nicht schwer, den wie stets sogleich entflammten Tiziano zu becircen. Bea bekommt von Nora bestätigt, was sie schon ahnte: Tiziano betrügt sie. Bea ist tief getroffen. Sie nimmt alle Kraft zusammen und bricht mit dem allzu galanten jungen Grafen. Nora weiß inzwischen von Bea und Markus, dass Julius Donner ihr alter Deutschlehrer ist. Damals schon hielt er sie für literarisch sehr begabt, jetzt, da sie sich wiedertreffen, schreibt sie nach zehn Jahren Journalismus ihren ersten Roman! Das – befinden beide – kann kein Zufall sein.


20. Nora

Alle sind zum Friedhof gekommen, um der verstorbenen Nonna, Neveos Großmutter, die letzte Ehre zu erweisen: Priester und Ministranten, Contessa Gaetana, Salvatore mit Töchtern, die Wirtsfamilie aus der Trattoria in Massa Marittima, Wirt Giorgio, der alte Stefano, Sigi, Daphne, Julius mit Bea. Daphne, Orakel wie so häufig, spricht dann nur aus, was alle sehen: Zwischen Neveo, dem Hauptleidtragenden, und der energischen, sympathischen Krankenschwester Gaudia bahnt sich was an. Julius rettet Nora, die in ihrem kleinen, arg unaufgeräumten Appartement in Massa anscheinend einen Selbstmordversuch mit Tabletten unternommen hat. Julius bemüht sich sehr um seine ehemalige Schülerin, kauft ihr ein Heizgerät, denn es ist kalt in diesem Winter in der Toskana, und bleibt auf ihr Drängen über Nacht bei ihr. Nora schläft in ihrem französischen Bett, Julius unbequem auf zwei Stühlen. Erst als er im Halbschlaf mit Getöse auf dem Boden landet, geht er auf ihren Vorschlag ein, mit ihr das breite Bett zu teilen. Julius und Nora verlieben sich ineinander. In Deutschland bei Donners ist derzeit das Hauptgesprächsthema, ob Herr Knoll Gut Biboni kaufen will. Bea glaubt bei ihrem letzten Besuch in Montecastello erraten zu haben, dass da Verhandlungen im Gange sind. Die streitet aber Knoll Rosl gegenüber entschieden ab.


21. Das Verhängnis

Bea kommt auf dem Flughafen Florenz an. In ihrer Maschine war auch Daniela, die von Tiziano erwartet wird. Daniela hat Ärger. Vater Knoll streicht ihren Monatsscheck, wenn sie nicht in Deutschland einen „total öden Bürojob“ annimmt. Die schöne, kühl egoistische Daniela weiß einen Ausweg. Sie verschwindet für einige Tage von der Bildfläche, Tiziano ruft ihren Vater, den reichen Bauunternehmer, an, gibt sich als Kidnapper aus und verlangt eine Million Mark. Entführung ja, sagt Tiziano zu dem Vorschlag, aber nur mit der Mitwirkung berufsmäßiger Kidnapper von der Mafia, zu denen er einen Draht finden wird. Julius und Nora sind derweil auf ihrem amourösen Autobummel durch die Toskana, schwelgen vor alten Bauten in hohen Empfindungen, nehmen bildungsdurstig die Erläuterungen des Reiseführers in sich auf, kuscheln sich aneinander, küssen sich, vergessen Umwelt und Zeit. Bea erzählt ihrer Mutter, was sie von Sigi gehört hat: Dass Knoll nun doch Castello Biboni zu kaufen gedenkt, um es in ein Luxushotel umzuwandeln. Rosl ist empört, dass ihr Liebhaber sie nicht in seine Geschäfte einweiht, ja anlügt. Bea erhält die Weisung, in der Villa Knoll in Massa Rosls Kleider und Schmuck abzuholen. Das junge Mädchen fährt mit dem Mofa vor der Villa vor, just in dem Augenblick, als die hypernervöse Daniela auf ihre Entführer wartet. Die Kidnapper irren sich in der Person und verschleppen die sich wehrende Bea.


22. Der Heiratsantrag

Bea ist also entführt worden. Ungewöhnlich war es schon, dass Baulöwe Knoll die hohe geforderte Summe, 300 Millionen Lire, ohne Widerspruch berappt hat. Er nimmt zu Recht an, dass es die Kidnapper auf seine eigene Tochter Daniela abgesehen und sie trotz unterschiedlicher Haarfarbe mit Bea verwechselt hatten. Als Bea freigelassen wird, forscht Hermann sie aus. Er äußert als Erster den Verdacht, es könne sich um Kidnapping auf Bestellung gehandelt haben. Herrn Knoll gelüstet es nach weiterem Grundbesitz, dem Gut der Grafen Biboni. Er und die hinzugezogene Maklerin setzen der alten Gräfin Gaetana zu, sie möge verkaufen. Der Baulöwe geht aber leer aus. Hermann und Daphne hatten Tiziano gedroht, sonst dem Maresiallo von ihrem Verdacht mit der vorgetäuschten Entführung zu berichten. Enttäuscht steigt Knoll in seinen Mercedes und droht mit Zwangsversteigerung. Nachdem Daphne und Hermann den „Haifisch“ Knoll aus der Region vertrieben haben, versucht Daphne jetzt ihre eigenenAngelegenheiten zu regeln. Dem verwitweten Weinbauern Salvatore, der seit langem mehr als ein Auge auf Daphne wirft, soll ein Ehegelübde entlockt werden.


23. Die Hochzeit

In Montecastello steht die Hochzeit zwischen Daphne und Salvatore bevor. Die beiden Brautleute sitzen in der guten Stube des Bauernhofs und schreiben Hochzeitsanzeigen. Salvatore trägt einen ganzen Stapel Hochzeitseinladungen, auch die für die getrennt lebenden Donners, auf die Post. Der Konflikt ist nun vorprogrammiert. Rosl in München ist entsetzt, als sie erfährt, dass ihr Mann zu der Hochzeit, zu der ja auch sie eingeladen ist, mit seiner jungen Freundin Nora kommen wird. Rosl und Markus packen den Volvo voll und fahren in die Toskana. Julius muss auf dem Flughafen von Florenz von Nora Abschied nehmen, da sie die Aufforderung zu einer Verlagsbesprechung erhalten hat. Julius Donner fühlt, dass er sich mit der „Ars Amandi“ wohl besser am Schreibtisch befasst. Und dann ist es soweit! Die Hochzeit von Salvatore und Daphne wird in der Dorfkirche von Montecastello abgehalten, danach an der großen Gästetafel mit italienischem Überschwang gefeiert. Als Rosl und Julius, jeder für sich, ihr Präsent auspacken, stellt sich heraus: Die Gläser passen zueinander und gehören zum selben Service. Ein gutes Omen für die Beziehung Julius-Rosl?

(Alle Texte: ARD)

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